2020-08-12: «Grenzsteinwanderung»

Nach einer langen Wanderabstinenz im Club, haben, trotz hochsommerlichen Temperaturen um 30° C, sech-zehn Wanderfreudige zur «Grenzsteinwanderung» zusammengefunden. Vom Treffpunkt ging’s via Hutti-Hohlen zum Försterstein, wo wir, bei einer prächtigen Weitsicht über das Seeland und zur Jurakette, einen kurzen Getränkehalt einlegten. Im Bagguul-Wald trafen wir auf die Gemeindegrenze Lyss/Grossaffoltern, der wir auf der Anhöhe (Grenzstein, welcher der Wanderung den Namen gab) des Winigrabe zum Büscheligrabe folgten. Nach Queren des Rinnsals aus dem Büscheligrabe fanden wir uns schlagartig in der Natur pur wieder. Hier räkelt sich zurzeit ein Bächlein durch die mit lichtem Unterholz bewaldete Grabensohle, welches aus dem Oberflächenwasser zwischen der Schafmatt und Weingarten gespiesen wird. Teilweise schroff abfallende Sandsteinwände und hohe Waldbäume umrahmen den Graben hufeisenförmig. Der für einige von uns unbe-kannte, idyllische Graben beherbergt mehrere bewohnte Fuchsbauten. Nach dem kurzen, steilen Aufstieg aus dem Graben genossen wir unsere mitgebrachte Zwischenverpflegung. Die weniger spektakuläre Fortsetzung der Wanderung führte uns grösstenteils weiter der Gemeindegrenze entlang bis zum Waldrand Bannholz, der zwischen Büetigen und Hardern liegt. Die Gemeindegrenze verlassend, ging’s dann durch den Bannholz-Wald, dann via Hardern zum Waldhaus im Dreihubelwald. Hier wurden wir nach einer rund dreistündigen Wanderung von einem Feuer, das zum Bräteln einlud, welches von Heinz und Hans entfacht wurde, empfangen. In einer Runde von fünfzehn Teilnehmenden liessen wir es uns kulinarisch, bis in den frühen Nachmittag, gut gehen.

Beat Sahli


2020-09-17: Wanderung Gürbetaler Höhenweg

Die durch Edi und Käthi Eymann geführte und ausgezeichnet vorbereitete Wanderung war ein echter Leckerbissen. Sie führte bei idealen Wetterbedingungen von Kühlewil (ob Kehrsatz) bis Toffen. Immer wieder öffnet sich der Blick ins Aare- und Gürbetal, dies aus einer Meereshöhe von rund 750/800 m. Die Berner Alpen konnten leider nur erahnt werden - Dunst verhinderte eine Fernsicht. Dafür wurde die 25er-Wandergruppe mit tollen Bildern aus nächster Nähe entschädigt. In einer raschen Abfolge durchquerten die Wanderinnen und Wanderer einen Klein-Weiler nach dem anderen, ein typisches Merkmal dieser Längenberg-Landschaft. Unterwegs erinnert ein erratischer Block von 4,5 m Höhe an die letzte Eiszeit. Er wurde vom Aletschgletscher in die Gegend von Zimmerwald verfrachtet. Das geschützte geologische Objekt ist ein dankbares Fotosujet. Die zahlreichen Bauernhäuser, Speicher und Ofenhäuser am Wegrand stellen einen Hochgenuss dar. Selten trifft man auf eine solche Fülle von bestens unterhaltenen und genutzten landwirtschaftlichen Gebäuden. Dazu passend auch üppige und gepflegte Bauerngärten. Fast wähnt man sich auf dem Ballenberg… Fruchtbares Kulturland und lichte Wälder runden die intakte Landschaft an der Flanke des Längenbergs ab.

Martin Freitag