2021-11-19: Besuchsbericht Haus der Religionen

Acht Religionsgemeinschaften praktizieren weltweit einzigartig das Zusammenleben unter einem Dach. Nach einer kurzen Einführung über die Geschichte des am 14. Dezember 2014 eröffneten Hauses durften die 25 teilnehmenden Mitglieder zuerst „die Kirche“ besichtigen. Dieser Raum bietet allen Angehörigen einer christlichen Konfessionen eine Heimat. Dies findet ganz deutlich Ausdruck in der einmaligen Architektur und Gestaltung es Raumes.

 

Nachher durften wir den Buddha-Tempel es interkulturellen Vereins besichtigen, in dem Menschen der verschiedenen Richtungen des Buddhismus einen Raum finden. Der goldene Buddha strömt eine solche Ruhe aus, die zum Meditieren einlädt.

 

Eindrücklich war der Besuch des Hindu-Tempels. Hier erfuhren wir einen intensiven Einblick in die farbenfrohe und vielschichtige Geschichte des Hinduismus und seiner vielen Götter. Ebenso eindrücklich war der Besuch der Moschee. Auch hier erfuhren wir vom Imam mehr über den Islam und die Gepflogenheiten dieser Religion.

 

Als Abschluss gingen wir zum Dergàh, einer Art Klosterschule der Aleviten, einer in Vorderasien entstandenen Glaubenslehre, welche heute vornehmlich aus Kurden und Türken besteht.

 

Nach beinahe 2 Stunden intensiver Gedankenarbeit ging ein interessanter Anlass im ayurvedischen Restaurant bei Kaffee und Kuchen zu Ende.

Heinz Bolt


2021-10-18: Besichtigung Messerfabrik Victorinox, Delémont

Wer kennt sie nicht, die Taschen- und Küchenmesser von Victorinox mit dem Schweizer Kreuz. Gegen 40 Klubmitglieder besuchten die Fabrikation in Delémont. Im Tagesbetrieb arbeiten hier 200 Mitarbeitende. In den Bereichen Stanzerei, Härterei, Spritzguss, Schleiferei, Polieren, Reinigung und Montage werden die Metzger- und Sackmesser sowie die handlichen Sparschäler (auch dies ein Produkt der Firma) hergestellt und versandt. Erstaunlicherweise vieles noch in Handarbeit. In der Produktion durften keine Fotos gemacht werden.

Die Firma legt viel Wert darauf, für die Mitarbeitenden ein gutes Arbeitsklima zu schaffen, z.B. wird 3 x pro Tag eine kurze Pause eingelegt für Dehnungsübungen. Auch die Ökologie ist dem Familienunternehmen wichtig; auf dem Dach sind Solarpannels installiert, der Wasserkreislauf für die Reinigung der Geräte ist ein geschlossenes System mit Wiederaufbereitung.

2005 wurde die Firma Wenger, welche die Swiss Army Knifes herstellte, durch Victorinox mit Hauptsitz in Ibach SZ übernommen. Wenger ergänzte 1997 das Produktangebot von Messern mit Uhren und später mit Reisegepäck- und accessoires und behielt dieses Segment auch nach der Übernahme. Im Shop sind deshalb diese Artikel immer noch unter dem Namen Wenger käuflich. Nach vielem Treppensteigen und aufmerksamem Zuhören haben wir uns vor der Rückreise an der Sonne noch einen Kaffee gegönnt.

Priska Schori

Elisabeth Wälti


2021-08-17: Wanderung «Chutzenturm – Ein Blick auf die halbe Schweiz»

 

Im Wissen, dass die Fernsicht wohl zu wünschen übriglassen wird, sonst aber ideales Wanderwetter herrscht, bestiegen 15 erwartungsgeladene Wanderbegeisterte das Postauto nach Meikirch. Unser Zwischenziel, der «Chutzenturm», auf dem 820 Meter hohen Hügelzug Frienisberg, erreichten wir nach einem anfangs steil ansteigenden Weg, danach durch Wälder, teils dem Orchideenweg folgend, nach knapp zwei Stunden. Der im Sommer 2010 eröffnete, 45 Meter hohe, aus Duglasienstämmen und Eichenholz gezimmerte Holzturm, dessen drei Plattformen über 234 Treppenstufen erreicht werden können, erklommen nur wenige von uns. Leider verwehrte uns das trübe Wetter die Sicht auf das Alpenpanorama, das bei idealem Wetter vom Säntis bis zum Mont Blanc reichen soll, also ein Blick auf die halbe Schweiz. Tröstend für alle, genossen wir am Fusse des Turms, das nach eigenem Gusto zusammengestellte Picknick. Das Dorf Frienisberg, das Ziel unserer 1. Etappe, mit seinem einstigen Kloster und dem heute modernen Wohn- und Pflegeheim erreichten wir nach einem rund 30-minütigen Abstieg. Die idyllische Terrasse des Bistro Hirschen, am Weiher, im Zentrum des Wohn- und Pflegeheims, lud zu einer Kaffeepause ein. Knapp die Hälfte der Wandernden verabschiedete sich hier, um den Rückweg nach Lyss per Postauto anzutreten. 8 Wandernde erreichten Lyss dann nach knapp zwei Stunden Weg, via Allenwil–Grissenberg–Wiler bei Seedorf–Niggidei, wo für einige ein kühles Bier wartete.

Beat Sahli

(Fotos: Peter Berli und Hans Kunz)