2022-05-19 Laténium Hauterive Archäologisches Museum

 

Eine kleine Gruppe hat sich aufgemacht, um die Welt unserer Ururur….ahnen zu entdecken. Die Reise begann in Afrika, der Entstehung der Menschheit, vor 2.7 Mio. Jahren. Dann kurzes Eintauchen in die Eiszeit von 40'000 bis 13'000 Jahre v.Chr. Mit den Jägern und Sammlern als Nomaden kamen wir unserem Vorstellungsvermögen schon etwas näher, wie sich der Mensch laufend weiterentwickelt hat. Diese Nomaden lebten in kleinen Gruppen und stellten Schmuck und Werkzeug her, wurden nur etwa 30 Jahre alt. Ab ca. 6'000 v.Chr. wurden die Leute sesshaft, säten Getreide an, betrieben Viehzucht, ihre Werkzeuge wurden handlicher und vielfältiger und sie organisierten sich in Dörfern mit z.T. bis 40'000 Bewohnern. Dazumal entstand auch die Schrift, zuerst im Orient und 1'000 Jahre später (!) auch bei den Pfahlbauern.

 

Die Ausstellung ermöglicht einen Blick hinter die Kulisse der während mehr als 150 Jahren durchgeführten Forschungen. Im Museum sind ca. 3'600 Objekte zu bewundern. Der Aussenraum, ein idealer Ort für Spaziergänge, gibt mit originalgetreuen Nachbauten einen Eindruck über das Leben der Pfahlbauer und mit einem grossen Wasserbecken wird die Höhe des damaligen Wasserstandes angezeigt.

 

Nach der fachkundigen, mit Witz untermalten Führung durch Herrn Dall'Agnolo, Verantwortlicher Bildung und Vermittlung, gönnten wir uns im hauseigenen Café ein kühles Bier oder eine Glace mit herrlichem Blick über den Neuenburgersee und begleitet von einem Regenguss begaben wir uns heim zu.

 

Elisabeth Wälti    (Fotos: Roland Moor, Ernst Hügi)


2022-05-10: Wanderung «Ballebüel – D’r Schlüssu zum Bärnerland»

 

Nach mehrmaligem Verschieben konnte «Edis und Käthis Wanderung» in diesem Semester nun planmässig durchgeführt werden. Freudig, da das Wetter wohl mitspielt, entstiegen 13 Wanderbe-geisterte in Worb SBB dem Zug. Rasch erreichten wir den nahegelegenen, blätterspriessenden Wald. Dem Wanderweg folgend gings dann über Wiesen zum 647 m hohen Hügel Horn. Hier bot sich eine Weitsicht zum Jura und den Alpen, dazwischen die Hügelzüge Gurten, Ulmizberg, Längenberg, Belpberg und ein Teil des Gürbentals sowie das am Hügel gelegene, bäuerlich anmutende Trimstein. Trimstein hat in seiner Geschichte nebst der Eigenständigkeit zweimal die Zugehörigkeit zu einer politischen Gemeinde gewechselt. Heute ist Trimstein Teil der Gemeinde Münsingen. Bevor wir Trimstein verliessen, stärkten wir uns im Garten des Restaurants unter einer Linde mit Kaffee und hausgemachter, frischer Bärnerzüpfe. Danach, den gelben Markierungen folgend, führte uns der sachte ansteigende Weg nach Gysenstein, das seit 1933 Teil der Gemeinde Konolfingen ist. Nun wurden wir gefordert, waren doch auf kurzer Wegstrecke über 110 Höhenmeter bis zum markanten Hügel Ballenbühl zu überwinden. Der mit zwei 300-jährigen Linden bestandene Aussichtspunkt (851 m ü. M.) erweitert nun den Sichtwinkel in Richtung Entlebuch und Schrattenfluh. Hier liessen wir uns nieder und genossen das aus dem Rucksack mitgebrachte Picknick. Den rund 200 m Höhendifferenz überwindenden Abstieg nach Konolfingen meisterten wir in rund 40 Minuten mit Bravour. Konolfingen ist bekannt als Standort einer Fabrik von Nestlé, wo Säuglings- und Gesundheitsnahrung sowie verschiedene Sorten des Desserts Stalden Crème hergestellt werden. Nestlé beschäftigt hier in der Produktion und der Forschung knapp 1000 Mitarbeitende. Teilweise müde, aber gutgelaunt und zufrieden erreichten wir nach der Bahnfahrt Lyss, wo einige bei einem Feierabendtrunk ein kühles Bier genossen.

 

Beat Sahli (Fotos: Alfred Graber, Beat Sahli)


2022-04-27: Zündholzmuseum Schönenwerd

 

Am 27.4.2022 haben wir (14 Personen) bei schönstem Wetter die Geschichte des Zündholzes „erforscht“. Unglaublich, was für eine Geschichte hinter dem Zündholz steckt. Unser Führer Ernst Glanzmann ist Mitbegründer des Museums und hat dieses mit aufgebaut. Seine Führung war sehr kompetent und interessant. Die ersten Zündhölzer wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts hergestellt, und zwar meistens in Handarbeit und in den Anfängen mit giftigen Phosphornekrosen (als Zündmasse), die für massive Vergiftungsschäden der Arbeiter verantwortlich waren. Später wurde Fabriken erstellt. Die Arbeitszeiten von 13-14 Stunden pro Tag waren die Regel. Die Ernährung innerhalb der Fabriken bestand mehrheitlich aus Kartoffeln, Teigwaren und Schnaps!

1839/1840 wurde die erste Zündholzfabrik in Riesbach (Zürich) gegründet. Seit Mitte des 20. Jahrhundets hat sich die Produktion nach Russland, Asien und in einzelne Schwellenländer verlagert.

In Schönenwerd steht die letzte „echte und alte“ Zündholzmaschine, die in Polen vor dem Verschrotten gerettet, demontiert und nach dem Transport in die Schweiz in Schönenwerd wieder montiert wurde. Ganz besonders erstaunt hat uns die Tatsache, dass bereits vor dem Zündholz die ersten Feuerzeuge existierten; relativ grosse Gefässe, wo Wasserstoff durch Metall und Säure hergestellt und dieser chemisch oder elektrisch gezündet wurde.

Ein Besuch dieses Museums ist sehr empfehlenswert.

Nach dem Besuch erwartete uns ein gemütliches Mittagessen im Personalrestaurant SBB in Olten.

 


2022-04-21: Wanderung «Düdingen – Magdalena Einsiedelei u. Natur pur im Hochmoor»

 

Welch ein «Prachtstag»! Nach Verschiebung der Wanderung auf heute, trafen sich nun 11 Personen am Bahnhof Lyss zur Reise nach Düdingen. Spannungsgeladen traten wir nach dem Startkaffee im Bahnhofbuffet Düdingen die Wanderung an. Auf dem Sinn- und Klangweg, dem Horiabach folgend, einem der Zuflüsse des fjordähnlichen Schiffenensees, erblickten wir im Stillen Tal zum ersten Mal einen Teil des Sees. Der 12,7 km lange und bis zu 38 m tiefe See ist einer der jüngsten Stauseen der Schweiz. Mit einer 47 m hohen Bogenstaumauer bei Schiffenen wird seit September 1963 die Saane gestaut.

Aus dem Stillen Tal erklommen wir das Plateau über dem Stausee. Hier bot sich eine Augenweide von saftig gelben und grünen Feldern, blühenden Obstbäumen, schmucken Bauerngehöften und in der Ferne dunstumwobenen Schneebergen. Den gelben Wegweisern folgend durchwanderten wir den Weiler Ottisberg mit seiner gepflegten Kapelle, streiften eines der wenigen zugänglichen Ufer des Schiffenensees und erreichten nach rund 2¼ Stunden die Magdalena Einsiedelei. Im Garten der Einsiedelei verpflegten wir uns und besuchten individuell das monumentale, der Natur abgetrotzte Kunstwerk. Dieses wurde vor allem durch Handarbeit von zwei Einsiedlern in den Jahren zwischen 1680 und 1708 geschaffen. In der Raumflucht von 120 m Länge sind verschiedene Räumlichkeiten inklusive einer Kapelle, welche bereits 1691 geweiht wurde, integriert. Bis ca. 1967 wurde die Einsiedelei durch Eremiten, im 19. Jahrhundert zeitweise durch eine Familie, bewohnt. Geschichte machte im Dezember 1906 der Mord an einem greisen Eremiten, der von einem Raubmörder erschlagen wurde.

Gut verpflegt gings via dem Weiler Räsch und der Kiesgrube, dann dem Sinn- und Klangweg folgend, in die Düdinger Möser, einem Moorkomplex von rund 22 ha. Die Möser verdanken ihre Entstehung der letzten Eiszeit. Damals, vor rund 18000 Jahren, reichte der Rhonegletscher bis in die Region. Vor etwa 14000 Jahren zerfiel die Eiskalotte wegen des immer wärmeren Klimas. Zurück blieben kleine Seen und versumpfte Talebenen. Mit der Zeit entwickelte sich durch das milde Klima eine üppige Vegetation. Totes Pflanzenmaterial sammelte sich an und die Seen verlandeten. Dies war der Nährboden zur Entstehung der Moore.

Gedämpften Schrittes gings im Düdinger Moos auf verschlungenen Wegen den Tümpeln und Weihern entlang durch die spriessende Natur. Geteerte Wege, die uns nach Düdingen führten, holten uns zurück in die Realität. Nach einem wohlverdienten, kühlen Feierabendtrunk bestiegen wir den Zug nach Lyss.

Fazit: Dank dem prächtigen Wetter, den wanderfreundlichen Temperaturen und der spriessenden Natur wurden all unsere Sinne gefordert und belohnt.

 

Beat Sahli (Fotos: Peter Berli, Rudolf Beutler, Ernst Kuhn)


2022-03-14: Kochgruppe

 

Am 14. März war ich Gast bei unserer Kochgruppe. Ein Alltagsgericht aus Grossmutter’s Küche, bestehend aus Flädlisuppe, Wirzrollen, Zitronen-Basilikum-Pilawreis und Blaubeeren Quark ist unter kundiger Anleitung von Heinz Bolt von sechs – mittlerweile hoch qualifizierten – Hobbyköchen zubereitet worden. Das Ergebnis war denn auch entsprechend. Die Zutaten waren aufs feinste abgestimmt, die Gewürze ausgewogen und die Abstimmung unter den Köchen bei der Zubereitung war nahezu professionell. Erheiternd war, dass hier auch gewitzelt und gelacht wurde, was letztlich in einem stimmungsvollen Abend endete. Die unvergesslichen Eindrücke sind auf ein paar Bildern festgehalten. Verglichen mit den Eindrücken vor einem Jahr ist nicht allein in der Küche, sondern auch am Tisch eine Qualitätssteigerung feststellbar. So werden die Kochschürzen zum Essen beiseitegelegt, was dem Speisen als kulinarisches Erlebnis noch mehr Wertschätzung verleiht. – Liebe Hobby-Köche: ich danke euch herzlich für diesen schönen Abend.

 

Roland Moor


2022-02-15: Treberwurstessen in Schafis

 

In der Ausschreibung war die Rede von mindestens 25 Personen und max. 50 Personen. Als ich uns am 4. Februar anmeldete, wurde von Ruth Helfer gemeldet, dass sich nur 13 Personen angemeldet hätten und dass Priska Schori die Leitung übernehmen würde.

 

Also waren am 15. Februar um 10.15 Uhr 13 Personen am Bahnhof und wir fuhren nach Ligerz. Dort angekommen marschierten wir nach Schafis zur Familie Andrey und wurden im gewohnten hintersten Stübli platziert. Es kamen noch 2 Personen mit dem Auto, sodass unsere Gruppe aus 15 Personen bestand. Wie immer wurden wir mit feinem Salat, wunderbaren Treberwürsten und Getränken verwöhnt. Alle Räume waren besetzt und Familie Andrey und Mitarbeiter zeigten vollen Einsatz. Nach 14 Uhr begaben sich alle auf den Heimweg, teils zum Bahnhof Ligerz und eine grössere Gruppe zum Bahnhof Twann.

 

Herzlichen Dank an die Organisatorinnen Ruth Helfer und Priska Schori.

 

Jakob Notz

 


2022-02-10: Besuch Einstein-Museum

 

13 gutgelaunte Mitglieder nahmen an der Besichtigung das Einstein-Museum im Historischen Museum in Bern integrierten Ausstellung teil.

Nach der Begrüssung durch Herr Adrien Rihs als Vermittlungsperson ging es in die Ausstellung. Wir konnten bisher unbekannte Aspekte aus dem privaten und beruflichen Leben des Genies ergründen.

Albert Einstein (1879 – 1955) lebte in Bern, als er 1905 die berühmte Formel E = mc2 schuf und mit seiner Relativitätstheorie unsere Vorstellung von Raum und Zeit auf den Kopf stellte. Wir erfuhren von der Geburt bis zu seinem Tod verschiedene Aspekte seines vielseitigen Lebens.

 

Heinz Bolt


2022-01-18: Wanderung "Les Prés-d’Orvin – Blick über das Seeland zum Alpenkranz"

 

Zur ersten vom Team Sahli/Bürgi organisierten Winterwanderung trafen sich 10 Personen, voll Hoffnung auf ideale Schnee- und Sichtverhältnisse, am Bahnhof Lyss. Per Bahn und Bus ging’s Richtung Les Prés-d’Orvin. Je näher wir dem Reiseziel kamen, je mehr schwand die Hoffnung auf ideales Wanderwetter. Les Prés-d’Orvin begrüsste uns mit lockerem Bodennebel und kühlem Wind. Der Aufstieg zur Place Centrale (1287 m ü.d.M.), immer noch hoffend auf den Durchbruch der Sonne durch den mittlerweile dichter gewordenen Bodennebel, verlangte uns einiges ab. Die von der Jurahöhe, bei schönem Wetter so imposante Weitsicht über das Seeland zum Alpenkranz, konnte nur imaginär erblickt werden, denn grau in grau bestimmte die Szenerie. Die starken Böen, der dichte Bodennebel und die in den Extremitäten aufkommende Kälte zwangen uns, nach einer kurzen Verschnaufpause, den Rückweg anzutreten. Der Bodennebel, teilweise mit einer Sichtweite unter 30 m, begleitete uns auf gut markiertem, glitschigem Weg bis zur Waldgrenze. Danach ging’s, auf vereiste Stellen achtend, zur Bushaltestelle, und dann, um 1 Stunde verfrüht, nach Lyss. Den Feierabendtrunk genossen wir in Juan’s Bistro.

Fazit: Trotz äusserst misslichen Wetterbedingungen, körperlichen Strapazen und nur kurzen  Verschnaufpausen haben alle Teilnehmer*innen klaglos mitgemacht und die gute Laune bewahrt. Ohne Stürze, jedoch müde und um eine Erfahrung reicher, konnte die Wanderung abgeschlossen werden.

Foto 1: Vollmond über Les Prés-d’Orvin 4¼ Std. vor der Abreise,

Foto 4: Weitsicht Nähe Place Centrale, 4 Tage vorher.

 

Beat Sahli (Fotos: Peter Berli und Rudolf Beutler)


2022-01-13 Museum Gertsch Burgdorf

 

Beim dritten Anlauf war es endlich möglich, das Museum Gertsch zu besuchen. Coronabedingt konnten die früher geplanten Führungen nicht stattfinden. Die Besucherführerin Manuela Brügger hat uns 10 Teilnehmenden fachkundig und klar verständlich in die Kunstwerke von Franz Gertsch eingeführt.

 

Franz Gertsch ist 1930 in Mörigen geboren und lebt heute in Rüschegg. Lang war der Weg zum Erfolg. Erst 1972 mit der Teilnahme an der Documenta in Kassel wurde man auf ihn aufmerksam. Bekannt sind seine 2 Frauenporträts Johanna von 1983 und Silvia von 1998 und die Gräser-Bilder. Wie sie entstehen? Er projiziert die Fotos mit einem Diaprojektor auf die Leinwand und malt sie nach, meist mit selbst gemischten Farben. Von Weitem denkt man, es seien Fotos, bei näherem Hinsehen sieht man jedes Härchen und jede Pflanzenfaser als feinsten Pinselstrich, eindrücklich! Er machte auch grossformatige Holzschnitte, wo er jeden Punkt mit dem Hohleisen in die Holzplatte kerbt, so dass zum Schluss ein imposantes Gemälde entsteht.

 

Eindrücklich sind auch die «Vier Jahreszeiten», denen im Erweiterungsbau des Museums ein massgeschneiderter Raum gewidmet ist, in dem die Bilder ihre faszinierende Wirkung entfalten können. Diese Gemälde entstanden zwischen 2007 und 2011 und man kann beobachten, wie sich die Landschaft, die immer denselben Ausschnitt zeigt, etwas verändert hat.

 

Elisabeth Wälti