2022-07-19

Wanderung «Areuse-Schlucht – Ein bedeutendes Naturmonument im Jura.»

 

11 Teilnehmende, gespannt auch auf die Entwicklung der Tagestemperatur, welche für die Region mit 33 °C vorhergesagt wurde, reisten nach Noiraigue. Noiraigue war bis Ende 2008 eine politische Gemeinde im Bezirk Val-de-Travers. Seit 2009, nach der Fusion mit acht weiteren Ortschaften gehört es zur neuen Gemeinde Val-de-Travers.

 

Auf der Terrasse der schön renovierten «L’Auberge de Noiraigue» genossen wir den Startkaffee. Dabei entwickelte sich zwischen einer Passantin und dem Schreibenden ein Dialog: «Entschuldigen Sie, sind Sie der ‘Wander-Fritz’.» «Nein! Ich bin schon ein ‘Wander-Fritz’, nicht aber dieser.» «Sie wissen schon wen ich meine, der, der Wanderbücher herausgibt.» «Ja, ich weiss von ihm, kenne ihn aber nicht!» «Meine Kollegin war sich sicher, dass Ihr der ‘Wander-Fritz’ seid. Als wir ihn einmal trafen, war er in Begleitung seiner Freundin, die ich aber hier in der Gruppe nicht erkennen kann.» «Ja eben, dieser ‘Wander-Fritz’ bin ich nicht und meine Freundin habe ich auch zu Hause gelassen!» …

 

Dankbar über die noch angenehme Temperatur machten wir uns auf den Weg, mit dem Etappenziel Picknick-Platz. Rasch erreichten wir den Wasserlauf der Areuse. Auffallend war, wie wenig Wasser die Areuse zurzeit führt. Diese entspringt in der Klus von Saint-Sulpice NE, schlängelt sich durch das Val-de-Travers, zwängt sich durch die Schlucht, um dann nach 32 km an der Gemeindegrenze zwischen Boudry und Cortaillod in den Neuenburgersee zu fliessen.

 

Nach etwa 40 Minuten Wanderzeit überschritten wir die bekannteste Areusebrücke, die Steinbogenbrücke beim Saut de Brot. Danach, auf dem mehrheitlich durch ein Blätterdach geschützten Weg erreichten wir Champ-du-Moulin, wo wir den einladenden Garten des «Hôtel de la Truite» mit Blicken straften.

 

Über Stock und Stein erreichten wir den Picknick-Platz, dessen Tisch glücklicherweise noch wenig besetzt war und uns zum Verweilen einlud. Nachdem wir uns aus den Rucksäcken verwöhnt und verköstigt hatten, machten wir uns auf den Weg durch den wohl interessantesten und eindrücklichsten Teil der Areuse-Schlucht. Über Pfade, Treppen, Brücken, Stege und unter Felsvorsprüngen folgten wir der teils tief unten rauschenden, durch Felsen und Steinen eingeengten Areuse, bis sie sich dann vor Boudry wieder in ein breiteres Flussbett ergoss.

 

Am Ausgang der Schlucht nahmen wir schlagartig den Temperaturwechsel wahr. Von hier, der Areuse folgend, erreichten wir nach rund 25 Minuten Boudry Littorail.

 

Boudry, das schmucke Städtchen mit einer Längsgasse besitzt ein mittelalterliches Ortsbild mit Bürgerhäusern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ein Schloss, welches heute ein Weinbau- und Weinmuseum beherbergt.

 

Bis zur Abfahrt des Trams nach Neuenburg genossen wir im «Café du Tram» den Schatten und die wohlverdiente orale Abkühlung.

 

Von den Eindrücken gefangen, zufrieden und wohlauf, reichten wir uns in Lyss die Hand.

 

Beat Sahli (Fotos: Peter Berli und Ernst Hügi)


2022-07-12 Grill-Plausch beim Waldhaus

 

Nachdem wir 3 Jahre auf unseren Grillplausch verzichten mussten (Frau Corona war unerbittlich!), konnten wir diesen Anlass bei besten Wetterbedingungen im Waldhausareal wieder durchführen. Ein befreiendes Gefühl! Zahlreiche Helfer, Spitzenköchinnen und Zuckerbäcker haben dafür gesorgt, dass für die 63 Teilnehmenden alles reichlich und wohlgeordnet zur Verfügung stand. Grillchef Stephan hat für nötige, heisse Stimmung gesorgt. Was da so alles auf dem Grill gelandet ist! Alle Geschmacksrichtungen waren vertreten und niemand hat seine Bratwurst mit dem Filetstück nebenan verwechselt. Salat- und Dessertbuffet hätten anmächeliger nicht sein können. Die Konsequenz daraus war dann wohl, dass einige von uns mit einem Pfündchen mehr nach Hause gegangen sind. Aber gemütlich war es alleweil, und wer weiss, wie lange wir noch gequatscht und geplaudert hätten, wenn nicht plötzlich so eine Art Aufbruchstimmung sich bemerkbar gemacht hätte.

 

Alle, die zum Gelingen dieses erfreulichen Anlasses beigetragen haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt; insbesondere unseren beiden Damen vom Sekretariat, Ruth Helfer und Margrit Flückiger. Es ist eine grosse Hilfe und Erleichterung, dass wir uns für solche Anlässe auf die langjährige Erfahrung dieser Vorstandsmitglieder immer wieder abstützen dürfen.

 

Roland Moor (Fotos: Oswald Wälti, Roland Moor, Uta Ibele und Ernst Hügi)