2022-11-23 Museum ENTER Solothurn

 

Am 23.11.2022 besuchten wir mit 18 Mitgliedern das Museum ENTER Solothurn, das wohl grösste Museum in der Schweiz für Computer und Unterhaltungselektronik. Für viele von uns war es ein „Wiedersehen“ mit Geräten und Apparaten aus unser Kindheits- und Jugendzeit, aber auch von viel früher: Zum Beispiel wurde bereits im Jahr 1799 Elektrizität gespeichert, die Funktechnik 1901 mit der Übermittlung der Morsezeichen kabellos erfunden. Wir sahen zahlreiche Radioapparate aus den Vorkriegsjahren und – dies hat uns doch einigermassen verblüfft – Tonträger wie Schallplatten, sog. Schallrohre und auch bereits gravierte Tonträger, wie sie noch heute in den Musikdosen verwendet werden. Ein TV-Studio aus den 60er Jahren, erste TV-Apparate und natürlich die ersten Mobiltelefone (1983) und Modelle bis heute vervollständigten die Palette. Ein nachgebautes Computermodell aus der Erfinderzeit ermöglichte uns, die Funktionsweise eines Computers hautnah zu erleben. Das Prunkstück der Sammlung ist der erste Computer von Apple, der Apple 1 aus dem Jahr 1976. Er kostete damals stolze 666.66 US-Dollar.

 

Einen besonderen Dank unserem Führer, Herrn Roger Däppen. Er hat uns sehr kompetent und kurzweilig unterhalten.

 

Martin Heger (Foto: Aschi Hügi)

 

>>> Museum ENTER Solothurn

 


2022-11-10 Schweizer Paraplegiker-Zentrum

 

Pünktlich um 07.15 h (manche meinten, es sei ja noch mitten in der Nacht..!!!) trafen sich 23 gutgelaunte Club66+ Mitglieder zum Besuch im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil. Nach zwei unvorhergesehenen Zwischenfällen war die Reise in Sursee bereits zu Ende; Weitertransport per Bus nach Nottwil, wo es vor der Führung doch noch zu einem Kaffee reichte.

 

Mit Frau Rosa Zaugg, selbst beeinträchtigt durch einen Unfall und seither auf den Rollstuhl angewiesen, hatten wir eine Führerin, die uns das Paraplegiker Zentrum kompetent und aus selbst erlebter Sicht vorstellte und mit einigen kurzen Filmen auch super illustrierte.

 

Die sehr grosse Anlage ist phänomenal, bestens eingerichtet mit allem was es braucht, um Paraplegiker und Tetraplegiker wieder aufzubauen und ihnen Lebensqualität in jeder Hinsicht zu vermitteln. Wir waren tief beeindruckt, wie vielfältig das Angebot ist: verschiedene Sportarten zur Auswahl (Krafttraining, Tischtennis und vieles mehr), Zusammenarbeit mit dem Sauber Rennstall in Hinwil für Rennrollstühle usw. Nottwil hat ja auch schon viele Weltmeister, Olympiasieger und Schweizermeister im Parasport!

 

Es arbeiten ca. 1900 Angestellte und 100 Lernende in dieser Institution.

 

Zum Abschluss genossen wir im Selbstbedienungsrestaurant ein sehr gutes Mittagessen.

 

Martin Heger (Fotos: Uta Ibele und Aschi Hügi)

 

>>> Schweizer Paraplegiker-Zentrum

>>> Schweizer Paraplegiker-Stiftung

>>> Sauber Engineering (Sauber-Rollstuhl)


2022-10-21 Landi Dotzigen

 

Wer kennt sie nicht die Landi, eine Detailhandelskette der Fenaco, dem genossenschaftlich organisierten Unternehmen, mehrheitlich in Händen der Schweizer Bäuerinnen und Bauern. In Dotzigen, dem Hauptsitz, werden der Einkauf, die Logistik, der Produktservice sowie das Marketing abgewickelt.

 

36 Clubmitglieder haben mit gelben Westen bekleidet (nein, nicht in Streiklaune) das Unternehmen besucht.

 

Am Hauptsitz arbeiten 450 Mitarbeitende, es lagern 120'000 Paletten, es werden 300 Landi-Läden in der ganzen Schweiz (ausser dem Tessin) beliefert. 60 bis 80 Lastwagen verlassen ab 17 Verladerampen wöchentlich den Ort. Eindrückliche Zahlen!

 

Wir marschierten durch Lagerhallen, die Werkstatt, wo die in Einzelteilen angelieferten Velos Swiss like zusammengesetzt oder repariert werden. In der ehemaligen Tennishalle befinden sich gerade ziemlich viele Rasenmäher für den Winterservice. Pflanzen, Früchte und Gemüse sucht man hier vergeblich, diese werden direkt ab Standorten der Fenaco in die Landi-Läden geliefert.

 

Elisabeth Wälti (Fotos: Elisabeth Wälti und Aschi Hügi)


2022-10-18: Kunstmuseum Solothurn

 

18 Kunstinteressierte besuchten die aktuelle Ausstellung mit Werken der Sammlung von Gerhard Saner aus Studen. Schweizer Kunst von Amiet über Giacometti und Hodler bis Vallotton und Wölfli, aber auch uns unbekannten Künstlern.

 

Die Sammlung gehört zu den bedeutendsten Privatsammlungen der Schweiz. Gerhard Saner war von zu Hause aus nicht begütert, um sich Bilder kaufen zu können. Erst mit seiner Firma in Studen, die die Uhrenindustrie beliefert, hatte er die nötigen Mittel. Eine Reise nach Amsterdam und dem Besuch des dortigen Museums brachte ihm die Malerei näher. 1966 kaufte er die ersten zwei Bilder von Cuno Amiet.

 

Frau Regula Straumann, Leiterin Bildung und Vermittlung, führte uns durch die Ausstellung. Sie hat uns mit grossem Engagement und Fachwissen, aber klar verständlich für Laien, einige Exponate erklärt und uns die Augen für Details geöffnet. Sie hat bewiesen, dass ein Ausstellungsbesuch nicht eine trockene Angelegenheit sein muss.

 

Elisabeth Wälti (Fotos: Kathrin Gygax)


2022-10-11: Wanderung

Vom historischen Städtchen Büren a. A. zum Industrieort Lyss

 

Wanderung Büren a. A.–Dotzigen–Büetigen–Chalchgrabe–Lyss

 

Offenbar waren das prognostizierte, schöne Herbstwetter und die gewählte Wanderroute Ansporn für die Teilnahme von 21 Personen an der Wanderung. Büren a. A. erreichten wir per Regionalzug. Unweit des Bahnhofs erstiegen wir den Städtiberg, den bewaldeten Hügelzug, der über Dotzigen endet und hier Dotzigenberg genannt wird.

 

Auf dem am Städtiberg angrenzenden Schlosshubel prangte im 12. Jahrhundert eine Burg, welche von den Freiherren von Strassberg, den Gründern von Büren an der Aare, erbaut wurde.

 

Auf gut ausgebauten Waldwegen erreichten wir das Waldhaus auf dem Dotzigenberg, mit schöner Aussenanlage. Bei Tisch genossen wir die mitgebrachte Zwischenverpflegung. Danach stiegen wir ab nach Dotzigen, querten das Dorf, vorbei an einem Bauernhaus mit einer Auslage von farben- und formen diversen Kürbissen. Welch eine Augenweide! Bald danach erreichten wir die markant in der Gegend aufragende Halballee von Pyramidenpappeln, die auf der Grenze zwischen Dotzigen und Büetigen steht. Die Dorfbevölkerung von Dotzigen half im Jahr 1947 die 200 Pyramidenpappeln zu pflanzen, um so die öde Flur aufzuwerten und eine Wand gegen den Wind zu schaffen.

 

Der Halballee folgend, erreichten wir Büetigen, wo sich 4 Personen verabschiedeten, um per Postauto nach Lyss zu gelangen. Kurz nach dem Passieren des Dorfkerns tauchten wir «im Thal» wiederum in ausgedehnte Wälder ein und folgten dem Rinnsal, welches sich durch den idyllischen Chalchgrabe schlängelt.

 

Ob im Chalchgrabe einst eine Burg gestanden ist, ist fraglich. Der Flurname «Burghubel» zumindest weist darauf hin.

 

Dem Chalchgrabe entstiegen, ging’s weiter zum Waldrand Halleregge, wir querten die Hardern und stiegen hinab zum Harderebach. Dem Bachlauf folgend, trafen wir unterwegs auf den geographischen Mittelpunkt der Gemeinde Lyss (nach der Fusion), der in der Nähe des Grentschelbach-Überlaufs liegt. Nach wenigen hundert Metern erreichten wir dann das Grentschelschulhaus, unser Wanderziel, wo sich unsere Wege mehrheitlich trennten. Neun Unentwegte feierten den Abschluss der Wanderung in Juan’s Bistro.

 

Beat Sahli (Fotos: Aschi Hügi)