Das haben wir gesehen und erlebt ....

 

2019-11-15: Haus der Religionen, Bern

Acht Religionsgemeinschaften praktizieren das Zusammenleben unter einem Dach und den Dialog der Kulturen. Nach einer Einführung durch Frau Kronbach durften die 25 teilnehmenden Mitglieder zuerst den Hindu-Tempel des Interkulturellen Vereins Bern besichtigen, in dem Menschen der verschiedenen Richtungen des Buddhismus einen Raum fanden. Der goldene Buddha strömt eine solche Ruhe aus, die zum Meditieren einlädt. Nachher ging es zum Dergâh, einer Art Klosterschule der Aleviten, einer in Vorderasien entstandenen Glaubenslehre, welche heute vornehmlich aus Kurden und Türken besteht. Die "Kirche" im Haus der Religionen bietet allen Angehörigen aller Konfessionen eine Heimat, was schon in ihrer Gestaltung Ausdruck findet. - Eindrücklich war der Besuch in der Moschee. Auch hier erfuhren wir mehr über den Islam und die Gepflogenheiten dieser Religion. Als Abschluss durften wir den Hindu-Tempel besuchen. Hier hat uns der Hindu-Priester einen kurzen, aber sehr intensiven Einblick in die farbenfrohe und vielschichtige Geschichte des Hinduismus und seiner Götter gegeben. - Nach beinahe 2 Stunden intensiver Gedankenarbeit ging ein interessanter Anlass zu Ende. Wir danken der Führung des Hauses der Religionen für den erlebnisreichen Nachmittag.

Heinz Bolt

 

2019-10-26: Roche-Turm, Basel

Mit 178 Metern und 41 Stockwerken das höchste Bürohaus der Schweiz. Bei der Anreise nach Basel fällt einem der markante Roche-Turm auf. Unter kundiger Führung durften wir dieses imposante Gebäude besichtigen. Die Aussicht vom 38. Stockwerk aus auf Basel und Umgebung war fantastisch. Die Architektur und die Gestaltung der Räume, der Böden, des Mobiliars und der Lampen tragen die Handschrift der Stararchitekten Herzog und De Meuron. 2000 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Roche setzt langfristig auf die Schweiz und den Standort Basel/Kaiseraugst. Der im Bau befindliche Turm 2 wird mit 205 Metern nochmals 9 Stockwerke höher und soll 2021 fertiggestellt sein. 19 Teilnehmer waren begeistert von dieser kompetenten Führung im Turm und genossen bei herrlichem Herbstwetter einen Spaziergang entlang dem Rhein.

Ruth Helfer

 

2019-10-18: Glasatelier Halter, Bern

Seit 1916 wird die Glasmalkunst und Kunstgalerie im Atelier am Klösterlistutz betrieben. In der nun dritten Generation brachte uns Martin Halter dieses seltene, aussergewöhnliche Kunsthandwerk näher. Die Glasmalerei - eine Kunst mit tausendjähriger Vergangenheit - wurde erstmals im 10./11. Jahrhundert in Form von Kirchenfenstern nahgewiesen und das Kunsthandwerk hat sich bis heute trotz Krisen behauptet. Die Grundtechnik der Glasmalerei, das Zusammenhalten von farbigen Glasteilen in einem Rahmenwerk aus Blei ist wahrscheinlich von der Goldschmiedekunst abgeleitet und hat sich während Jahrhunderten nur unwesentlich verändert. So ist im Atelier Halter noch alles präziseste Handarbeit und eröffnet dem Glasmaler unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. 22 Clubmitglieder liessen sich von diesem Kunsthandwerk begeistern. Margrit Flückiger hat diesen interessanten Anlass organisiert. Vielen Dank.

Kurt Flückiger

 

2019-10-11: Stellwerkmuseum Kerzers

Das historische Stellwerk Kerzers, 1901 in Betrieb genommen und bis 2004 nahezu unverändert mechanisch betrieben, steuerte die Weichen und Signale des Bahnhofs mit dem legendären, in der Schweiz einzigartigen Schienenkreuz. Hier kreuzen sich die Eisenbahnlinien Lyss-Payerne und Bern-Neuchâtel. Seit Herbst 2004 wird das historische Stellwerk durch den Verein "Stellwerk Kerzers" museal betrieben. 28 Clubmitglieder haben das Museum bei schönem, aber ziemlich kühlem Wetter besucht. Wir wurden von Beat Winterberger und Markus Brand sehr kompetent betreut, erfuhren die ganze Geschichte des Museums und der Anlage und durften selber Hand anlegen für Weichenstellung und Signalumschaltung; alles funktionierte bestens. Das Museum ist auch mit der neuen Steuerung "museal verdrahtet", d.h. alle Aktivitäten wie Barrieren, Weichen und Signale werden mittels Lämpchen auf den alten Übersichtstafeln angezeigt. Ein insgesamt sehr interessanter Anlass mit abschliessendem Apéro gegenüber dem Bahnhof.

Martin Heger

 

2019-09-24: "Bauhaus imaginista", Zentrum Paul Klee

Unter kundiger Führung von Frau Bielinski liessen sich 22 Mitglieder in die komplexe und anspruchsvolle Zeit des vor hundert Jahren gegründeten Bauhaus einführen. - Ende des 1. Weltkrieges wurde die Schule für Gestaltung, Design, Architektur und Kunst gegründet. Diverse Persönlichkeiten wie Klee, Kandinsky, Itten und Meyer unterrichteten die Farb- und Formkompositionen. Architektur, weben, töpfern, Zwölftonmusik, Yoga, fernöstliche Philosophien, sogar Maschinenbau und Soziologie gehörten zu den angebotenen Fächern. Die Notwendigkeit, Kunst und Gestaltung grundsätzlich neu zu begreifen, zu praktizieren und zu vermitteln war der Grundgedanke des Bauhauses. - Die Ausstellung im Klee-Zentrum zum 100-jährigen Jubiläum wurde in 4 Teile dargestellt:

"Corresponding with", "Learning from", "Moving away" und "Still undead". Eine sehr vielfältige und interessante Ausstellung. - Müde und ausgelaugt, aber zufrieden haben wir uns gemeinsam beim Kaffee gestärkt.

Heinz Bolt

 

2019-09-19: Altstadt Führung Biel

Biel ist die grösste zweisprachige Stadt der Schweiz. 37 Mitglieder haben an diesem schönen Herbsttag das mittelalterliche Zentrum unter kundiger Begleitung der beiden Stadtführerinnen, Christien Coetzee Klingler und Dora Struchen, besucht. Viel Neues und Unbekanntes haben wir dabei entdeckt und gehört. Vom 13. Jahrhundert an kann Biel als eigentliche Stadt betrachtet werden, nachdem sie von ihrem Herrn - dem Fürstbischof von Basel - und der Berner Schutzmacht gegenüber ihre Unabhängigkeit erlangt hat. 1798 wurde Biel Teil der Ersten Französischen Republik. Die Stadt war Hauptort des Kantons Biel. Aber bereits im Jahre 1815 - im Wiener Kongress - wurde die Stadt dem Kanton Bern zugesprochen und erhielt später auch einen eigenen Amtsbezirk. Der Stadtkern wirkt malerisch und die alten Gemäuer, die stolzen Türme und die prächtigen Fassaden der Zunfthäuser, aber auch die teils offenen, teils verbauten Laubengänge und Stadtmauern lassen die ursprüngliche mittelalterliche Bauarchitektur erahnen. Biel ist übrigens die Geburtsstadt des Schriftstellers Robert Walser und ist heute eine Uhren-Weltmetropole und Kommunikationsstadt zugleich. Namen wie Rolex, Omega, Swatch, aber auch die Namen einschlägiger Fachhochschulen geben der Stadt, nebst der Zweisprachigkeit, ihr besonderes Profil. - Priska Schori hat für uns diesen interessanten Nachmittag organisiert. Vielen Dank.

Roland Moor

 

2019-09-11: Wanderung Aarau-Wildegg

Nach einem gemütlichen Kaffee-Gipfeli-Halt in der Aarauerstube macht sich die 21-köpfige Wandergruppe auf den erlebnisreichen Flussuferweg von Aarau nach Wildegg. Es ist eine sanfte abwechslungsreiche Tour durch dichten Laubwald und entlang den rauschenden Aare-Auen durch den Auenschutzpark Aargau. Es handelt sich hier um ein Gebiet mit grossräumiger Renaturierung, die gut durchdacht und gelungen ist, für Mensch und Tier. Immer wieder erläutern Informationstafeln Details der Renaturierung. Die Aare fliesst nun langsamer und leiser. Wir erreichen das Kraftwerk Rupperswil. Das alte Kraftwerk wurde 2011 fischgerecht saniert und mit einem Umgehungsgewässer und einer Fischtreppe erweitert. Ein besonderer Reiz ist ein Fischfenster mit einem Zählwerk für Fische. Auf einmal schlängelt eine Ringelnatter über den Weg. Mit grosser Faszination wird sie von der Wandergruppe umringt, bestaunt und fotografiert. Nach drei Stunden sticht uns das Hochkamin der Zementfabrik "Jura Cement" in Wildegg ins Auge. Wir haben unser Ziel erreicht. Nach einem gemütlichen Beisammensein bei einem kühlen Drink treten wir wohlgelaunt die Heimfahrt an. Besten Dank für die gelungene Reise an unsere Reiseleiter Käthi und Edi Eymann.

Fred Blaser

 

2019-09-04: Wanderung Charmey-Jaunbachschlucht-Gruyères

Ein prächtiger Spätsommermorgen lockte 14 wohlgelaunte, erwartungsvolle Wanderfreudige an den Bahnhof Lyss. Per öV reisten wir in die Region La Gruyère, nach Charmey, dem Ausgangsort unserer Wanderung. Auf Schuster's Rappen, gestärkt durch Kaffee und Gipfeli, führte uns der abwechslungsreiche Weg, nach überqueren einer Hängebrücke, entlang des Stausees Lac de Montsalvens, zur 1920 fertiggestellten Staumauer. Auf dem mit Blick auf die Staumauer und den See erhöhten Rastplatz assen wir unser Picknick, bevor wir in die wilde, enge Jaunbachschlucht eintauchten. Der anfänglich etwas ruppige Weg führte über Brücken, Stege, durch Tunnels, entlang von vielschichtigen gefalteten Felswänden, riesigen Steinbrocken, stets im Blickfeld der tief "eingefressene" Bachlauf, bis sich dieser gegen Ende der Schlucht in einen Bachlauf mit ruhig fliessendem Wasser verwandelt. Bemerkenswert ist, dass die nahegelegene Strassenbrücke, welche hier den gebändigten Jaunbach überspannt, in den 1980er Jahren unter der Bauführung einer einstigen Lysser Firma erbaut wurde. - Nach Queren des Dorfrandes von Broc führte uns der Weg über Gras- und Weideland zur schön gelegenen "Chapelle Notre Dame des Marches". Nach einem Augenschein in der schmucken Kapelle, auf die im Jahr 1705 gepflanzte, imposante Linde auf dem Hof, dem Rundblick über das im schönsten Sonnenlicht bestrahle Greyerzerland, traten wir die Schlussetappe an. Diese führte uns im Waldgürtel der Sarine/Saane entlang bis zur altertümlichen Holzbrücke "Le Pont qui Branle" und später auf einem kurzen, heftigen, für manchen Teilnehmenden stark abverlangenden Aufstieg, ins einzigartige, historische Städtchen Gruyères. Eine wohlverdiente Erfrischung krönte den Abschluss der Wanderung. Wohlbehalten, mit vielen Eindrücken, gepaart mit Freude und Dankbarkeit für den schönen Tag, haben wir uns in Lyss verabschiedet.

Beat Sahli

 

2019-08-22: Auenwald Exkursion

Unter fachlich kundiger Führung durch Urs Rohner (Förster) haben wir den Auenwald in Dotzigen durchstreift. - Auen, einst ein feuchter, vielfältiger Lebensraum entlang der Wasserläufe, sind heute bis auf wenige Reste in Naturschutzgebieten vollständig verschwunden. Die Weichholz-Auen, gut erkennbar durch den Glanz der Silberweiden und Silberpappeln, werden regelmässig überflutet und bieten auch Schwarzpappeln und anderen Weidearten, die ein weiches Holz aufweisen, im nährstoffreichen Boden eine Heimat. Der Hartholz-Auenwald hingegen wird seltener überschwemmt und zeichnet sich durch Baumarten mit hartem Holz aus. Stieleiche,  Ulmen und die Esche bilden den Waldbestand. Silberpappel und Traubenkirsche gesellen sich dazu. Lianen werden durch Waldrebe und Efeu vertreten und geben diesem Waldtypen ein dschungelartiges Aussehen. Entlang der Wasserläufe waltet der einst ausgerottete Biber als unermüdlicher Landschaftsarchitekt: er baut Dämme, schafft neue Wasserflächen, fällt Bäume und gräbt sich sein höhlenartiges  Zuhause. Nicht unbedingt zur Freude aller. Der Fachmann allerdings beurteilt sein Vorgehen grosszügiger und erkennt die neue geschaffenen Lebensräume und Landschaftsveränderungen, die sich dadurch ergeben. - In einer Vormittag- und einer Nachmittag-Exkursion durften 19 bzw. 15 unserer Mitglieder den Auenwald hautnah erleben, und die Begeisterung am Ende der Führung war in deren Augen abzulesen. - Ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön an Urs Rohner.

Roland Moor

 

2019-07-23: Vogelwarte Sempach

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach - eine 1924 gegründete, gemeinnützige Stiftung - überwacht die einheimische Vogelwelt, erforscht deren Lebensweise und geht den Ursachen der Bedrohung der Vogelwelt auf den Grund. Sie betreibt eine Pflegestation für kranke, verletzte und verwaiste Vögel und gilt als nationales Kompetenzzentrum für Vogelkunde und Vogelschutz. - In einer systemattisch aufgebauten, gut dokumentierten, interaktiven Erlebnisausstellung werden die Themen Fortpflanzung, Fressen, Überleben, Federn, Fliegen und Ziehen eindrücklich behandelt. Ergänzt wird der kurzweilige Rundgang mit einem mechanischen Theater, wo die Klang- und Kommunikationswelt unserer Vögel erklärt wird ("Singfonie"), und einer eindrücklichen Reise durch die Schweizer Vogelwelt ("Vogelschau"). - 14 ornithologisch interessierte Mitglieder haben an diesem Anlass, der durch Beat Sahli gewissenhaft vorbereitet und durchgeführt worden ist, teilgenommen. Ein kurzer Spaziergang entlang des Sempachersees hat uns zum Restaurant "Una Storia della vita" geführt, wo wir bei einem feinen Mittagessen unseren Besuch in froher Runde beendet haben. Herzlichen Dank, lieber Beat, für das schöne Erlebnis.

Roland Moor

 

2019-07-18: Goetheanum Dornach

Am 18. Juli fand die vom 27.Juni wegen grosser Hitze verschobene Besichtigung statt. An der interessanten Führung nahmen 13 Frauen und 1 Mann (!) teil. - Das Goetheanum ist Sitz der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften und der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Sie bietet die Möglichkeit, sich auf künstlerischem und wissenschaftlichem Feld über spirituelle Fragen auszutauschen und fortzubilden: wie Pädagogik, Medizin, Landwirtschaft, Kunst, Natur- und Geisteswissenschaften. Der von Rudolf Steiner (1861-1925) unter anderem begründete organische Baustil war Basis für den Bau des Goetheanums. Der grosser Saal mit 1000 Plätzen, die riesige Bühne und die farbigen Glasfenster mit den beeindruckenden Motiven ist das Herz des Baus und hat uns alle sehr beeindruckt. -  Die anstrengende und beeindruckende Führung endete im schattigen Café bei Schorle, Kaffee und "Demeter" Kuchen.

Heinz Bolt

 

2019-07-09: Grill-Plausch

Unsere Damen vom Sekretariat und viele treue Helfer haben für diesen prächtigen Sommertag einen gemütlichen Anlass vorbereitet, und 68 gut gelaunte Mitglieder sind denn auch -  begrüsst von Heinz Bolt - zu unserem jährlichen Grillfest eingetroffen. Stephan Ibele hat sein Können als Grillmeister einmal mehr unter Beweis gestellt, und das Salatbuffet mit den vielen Leckereien hat keine Wünsche offen gelassen. Der Höhepunkt waren die Schleckereien auf dem Dessertbuffet, das zahlreiche Verkoster anlockte und manch einer (mehrmals!)  in Versuchung geführt hat.  (Ich wusste gar nicht, dass wir so viele Schleckmäuler unter uns haben!) Ruth Helfer hat sich bei unseren talentierten Köchen, Köchinnen, Bäcker und Bäckerinnen herzlich bedankt. Und bei Kaffee und einem geheimnisvollen, chinesischen "Schnäppsli" ist dieser Sommeranlass fröhlich ausgeklungen. Ein ganz grosses Dankeschön an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.

Roland Moor

 

2019-06-11: Besichtigung SBB Werk Olten

Unser Club besuchte mit 23 Interessierten das SBB Werk Olten. Hier werden Personenwagen, Triebwagen sowie Doppelstockzüge gewartet, repariert bzw. "restauriert". Da die SBB einen akuten Rollmateriamangel hat, weil die bestellten neuen Züge viel zu spät geliefert werden, müssen auch ältere Wagen nochmals aufgefrischt werden. Lokomotiven werden in anderen Werkstätten (Biel, Bellinzona und Yverdon) gewartet. Die SBB beschäftigen im Werk Olten ca. 1000 Leute, wovon ca. 20-30% Temporär-Angestellte sind. Besonders beeindruckte die über 150 m lange Station, wo ganze Zugskompositionen mittels Hebebühnen über 2m hoch gehoben werden; bei unserem Besuch wog der angehobene Zug ca. 300 Tonnen. Fahr- und Drehgestelle inkl. Bremsanlagen werden ausgebaut und revidiert oder ersetzt. Einzelne Wagen werden in "Kabinen" teilweise komplett zerlegt und neu aufgebaut, inkl. Innenleben und Bestuhlung. Interessant auch die Toiletten: Hier konnten wir die Funktionsweise und die Wartung im Detail sehen. Die 2-stündige Führung war kurzweilig, sehr interessant und unsere beiden Führer, Herr Kaiser und Herr Wagner, zeichneten sich vor allem durch ihre umfassenden Kenntnisse und ihre hohe Kompetenz aus. Es blieben keine Fragen offen. Ein grosses Kompliment diesen Beiden. Zum Abschluss haben wir uns im Personalrestaurant der SBB gut verpflegt. Insgesamt ein gelungener Anlass.

Martin Heger

 

2019-05-22: Wanderung an den "Etang de la Gruère"

Ein kühles Lüftchen und ein prächtiger Frühlingstag haben uns in La Chaux-des-Breuleux, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung, begrüsst und 20 'Wandervögel' unseres Vereins sind gut ausgerüstet und wohlgelaunt unserem Wanderführer Beat Sahli an den 'Etang de la Gruère' gefolgt. An den Wiesen des Freiberger Juras, geschmückt mit unzähligen Blumen, weidenden Kühen und grasenden Pferden, oft unterbrochen durch freistehende Wettertannen, konnten sich unsere Augen kaum stattsehen. Nach gut einer Stunde Wanderzeit gelangten wir an den Etang de la Gruère, der Teil des gleichnamigen Hochmoors (einem Naturschutzgebiet gesamtschweizerischer Bedeutung) ist und sich von seiner besten Seite präsentierte. Unweit des Sees, an einem gemütlichen Rastplatz, haben wir uns verpflegt und die Tüchtigen unter uns sind zu einem "Verdauungsspaziergang" rund um den See aufgebrochen, andere haben sich in der nahegelegenen "Auberge de la Couronne" einen Kaffee gegönnt und von einem saftigen "Chateaubriand" geträumt. Pünktlich gings weiter nach Saignelégier und die Frühlingsblumen haben manchem von uns Anlass zu einer naturkundlichen Diskussion gegeben. Nebst dem gelben Löwenzahn, zartfarbenem Wiesenschaumkraut, Schlüssel- und Geisseblüemli, haben blaue Enzianen sich hervor gewagt. Haben wir auch gelbe entdeckt? Die für diese Etappe geplanten zwei Stunden Wanderzeit sind dank unserer zügigen Schritte deutlich verkürzt worden, was uns eine vorzeitige, aber willkommene Erfrischungspause in einem Gasthof unweit des Pferdezentrums in Saignelégier ermöglicht hat. Mit einer kurzweiligen Bahnfahrt nach Lyss ging ein unvergesslicher Wandertag zu Ende. Unsere Wanderleiter, Beat Sahli und Hansruedi Bürgi, haben diesen Tag wunderbar organisiert und gestaltet und uns furchtlos durch die Weiten des Jura Hochplateaus geführt. Herzlichen Dank.

Roland Moor

 

2019-05-21: Emmi Kaltbach

Unser Club hat heute mit 27 Mitgliedern die Standsteinhöhlen der Firma Emmi in Kaltbach besucht. Unter kundiger und sehr kompetenter Führung haben wir uns im Höhlenlabyrinth die hohe Schule der Käsereifung erklären lassen. Unter hygienisch strengen Bedingungen sind wir mehr als 2 Kilometer in den eigens für die optimale Lagerung der verschiedenen Käsesorten geschaffenen Stollen begleitet worden. Die Stollengänge "beherbergen" mehr als 100'000 Käselaibe, die in natürlichem Höhlenklima bei konstant 12,5 Grad C und 94% relativer Luftfeuchtigkeit das typische Aroma erhalten. Die fachliche Pflege dieses Käseinventars, das - je nach Käsesorte - bis zu einem Jahr lagert, stellt hohe Anforderungen an die Milchtechnologen, Käse- und Höhlenmeister. Das anschliessende variantenreiche Käsebuffet liess denn auch keine Wünsche offen, und wir genossen ein gemütliches Mittagessen. Kurz, es war ein interessanter und gelungener Ausflug.

Martin Heger

 

2019-05-09: Ziegelei Rapperswil

Mit 32 Club 66+ Mitgliedern fuhren wir unter launenhaftem Wetter nach Rapperswil. Vor der Besichtigung des Werks wurde uns mittels Filmvorführung die Geschichte der Ziegelei nahe  gebracht. - Mit 9 Werken an 5 verschiedenen Standorten ist Gasser Ceramic einer der führenden Schweizer Hersteller von Tonprodukten. Zu ihrem umfassenden Sortiment gehören Tondachziegel, Backsteine und Tonbodenplatten, sowie das innovative Solarsystem Panotron. Ihren Alltag verbinden sie mit Beständigkeit und mit Weitsicht, setzen auf langjährige Erfahrung und kompetente Mitarbeiter, damit sie von jenem Service und jenen Produkten profitieren und rundum überzeugen können. - Zur Produktion mussten riesige Hallen gebaut werden und inmitten einer grossen Halle befindet sich ein 100 Meter langer Brennofen. Der jährliche Stromverbrauch der Ziegelei bewegt sich um zirka 1,5 Millionen Franken. Bitte die Zahl ist ohne Gewähr, die Million stimmt aber. Es war laut in den Hallen und somit manchmal schwer, je nach Standort, alles zu verstehen, was der Führer erzählte. - Im Herzen der Ziegelei lebt eigentlich eine ganz grosse Automation. Es werden täglich tausende Ziegel produziert und Mitarbeiter sieht man praktisch keine. Die Produktion wird nur von wenigen Männern überwacht. Zwei Arbeiter -  das war lustig anzuschauen - prüften mit sanftem Hammerschlag die Qualität der gebrannten Ziegel. Anhand des Klanges stellen sie fest, ob die Qualität stimmt. Die Fehlerhaften werden aussortiert. Hier braucht es ein gutes Gehör, keine Maschine. - Draussen angekommen, standen wir vor einem grossen Lehmhügel. Es werden täglich Schichten davon mit Baggern abgebaut. Der zur Zeit gekaufte Lehmhügel, welche die Firma dem Landbesitzer abgekauft hat, reicht noch zirka 50 Jahre. Danach müssen  Gassers neu über kaufbares Land mit dem Besitzer verhandeln. Der Kubikmeter Lehm wird dann sicher mehr zu Buche gehen. Cleverer Besitzer!  - Wer Gelegenheit bekommt, eine Führung durch das Werk zu machen - glaubt mir - es lohnt sich!

Susanne Hanhart

 

2019-04-30: Besichtigung Sportanlagen BASPO, Magglingen

Mit 47 sportlich interessierten Teilnehmern besuchten wir am letzten Tag im April die Sportanlagen in Magglingen. Trotz verspäteter Ankunft trafen wir auf einen gut gelaunten Werner Günthör, der uns die Anlage näherbringen wollte. Nach einer kleinen Einführung über die Anlagen des BASPO und über die positiven und emotionalen Seiten des Sportes nahmen wir die Führung in Angriff. Vorbei am Medizinischen Zentrum und dem Schachermann-Haus ging es hinauf zur Jubiläums-Halle. Zwischenzeitlich erfuhren wir immer wieder interessante Details zur Anlage und deren Benutzer. - Als Höhepunkt der Führung konnten wir in der Halle zusehen, wie sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Kunstturn-Europameisterschaft 2019 wieder in Form brachten. Da stretchen die Athleten ihre Muskeln; am Reck und Barren werden immer wieder die gleichen kraftvollen Übungen geübt und auf der Matte wird an akrobatischen Übungsteilen gefeilt. Es ist schon erstaunlich, was diese jungen Frauen und Männer Tag für Tag ausserhalb der Öffentlichkeit in aller Stille und sehr konzentriert alles leisten. - Nach einer Erfrischung im Café ging ein interessanter Ausflug zu Ende. Wir danken Werner Günthör für die interessante Führung.

Heinz Bolt

 

2019-04-25: Wanderung "unterwegs im Schwarzenburgerland"

31 erwartungsvolle Teilnehmer starteten mit der Bahn bei schönem Wetter zur Schwarzwasserbrücke. Dort waren im gleichnamigen Restaurant die Cafés, Tee und bestellten Gipfeli bereit. Die Zeit reichte, um von der Brücke den Zusammenfluss der Flüsse Schwarzsee und Sense zu sehen. In Einerkolonne ging es bis Aeckermatt. Anschliessend warteten 140 Höhenmeter, die alle ohne grosse Probleme meisterten. Oben angekommen, wartete eine wunderbare Aussicht auf die Voralpen und Richtung Jura. Nach einer kurzen Trinkpause ging es weiter, vorbei an schönen Bauernhäusern, Vieh auf der Weide und immer die prächtige Rundumsicht vor Augen. Nach den Ortschaften Steinenbrünnen, Krummoos und Hubel trafen wir in Ried ein. Hier wartete die Überraschung: ein grosses Fabrikgebäude! Früher wurde hier das Mineralwasser Riedstern mit eigener Quelle vom Buttnigenbad abgefüllt. Heute heisst die Firma Narida und gehört zur HACO Gruppe. Sie produziert Riegel für das Inland (Migros, Coop, Denner, Lídl, Aldi) und für den Export. Herr Rothen von der Firma wartete mit einem vollen Karton Farmer-Riegel zum Verteilen. Nochmals besten Dank. Nach der Pause ging es nicht mehr lang bis zur Wahlerenkirche. Rund um die Kirche konnte das Picknick genossen werden. Bevor wir Richtung Schwarzenburg starteten, erzählte ich noch kurz die wichtigsten Daten über die Kirche. Martin Freitag erzählte spontan Interessantes über den Kurzwellensender Schwarzenburg. Nach dem. steilen Abstieg von der Kirche war schon der Bahnhof in Sicht. Jetzt zogen schon die ersten Wolken auf. Mit dem Zug konnten wir noch bei Sonnenschein die Heimreise antreten. Ein für alle glücklicher und schöner Tag ging zu Ende.

Edi Eymann

 

2019-03-11: Besuch im HAARUNDKAMM Museum Mümliswil

Mit 17 Mitgliedern fuhren wir bei windigem Wetter und in Begleitung einiger Schneeflocken nach Mümliswil in den Kanton Solothurn. Dort angekommen, wurden wir von Frau Portmann herzlich in Empfang genommen. Mit der Geschichte über die Familie O. Walter Obrecht und der damaligen schlechten Wirtschaftslage in dem abgelegenen Bauerndorf Mümliswil begann im Kopf des Sohnes Urs Walter die Idee,  Läusekämme herzustellen und kam so weg vom Kühe hüten. - Damals hatten die Menschen mehr Läuse als Geld. So kam es, dass anfangs 1800 die ersten Kämme aus Kuh-Horn und später auch mit Büffel-Horn aus fernen Ländern erstellt wurden. Nach gutem Erfolg der Produktion wurden nun auch einfache Haarkämme hergestellt. Etwas später wurden für die Nobles fantastische Kämme aus Schildplatt erstellt und weltweit zu guten Preisen verkauft. Der Verkauf ging bis an den spanischen Hof und an die Queen Victoria aus England, welche eine sehr gute Kundin wurde. - Wie sie damals an das tierische Material kamen, erspare ich euch. Das Wort Tierschutz stand sicher noch nicht im Duden. Es wurde aber bald auch aus Kunststoff Zelluloid produziert, später auch Gebrauchsartikel aus Kunststoff, wie zum Beispiel die alten, schwarzen Telefone, die wir alle noch aus der Kindheit oder jungen Jahren kennen. - Es gab auch Niederlagen bei der Firma O. Walter Obrecht. Die Fabrik wurde durch eine grosse Explosion fast völlig zerstört und viele Arbeiter fanden im Feuer den Tod. Die Sicherheit in der Produktion und des Gebäudes wurde nach neuen Richtlinien neu aufgebaut und es wurde weiter produziert. Wie es aber so ist: die Welt schläft nicht und die Konkurrenz kam auf den Markt. Im Jahr 1990, nach 160 Jahren der Produktion, wurde der Betrieb eingestellt und zu einem Museum umgebaut. Es lohnt sich jedenfalls mal nach Mümliswil zu fahren und sich die prachtvollen Exemplare anzuschauen.

Susanne Hanhart

 

2019-02-26: Treberwurstessen in Schafis

Letztes Jahr haben wir bei diesem geselligen Anlass, schlotternd vor Kälte, den vereisten Brunnen beim Eingang zu Andrey's Caveau fotografiert. Dieses Jahr hat uns das Summen der Hummeln überrascht und die Schneeglöckchen haben uns ihren Willkommens-gruss geläutet. Bei prächtigem Vorfrühlingswetter sind wir, 38 Club-Mitglieder, von der Familie Andrey herzlich empfangen und, wie immer, aufmerksam bewirtet worden. Gut gelaunt haben wir den Bielersee Wein gekostet und uns an der Treberwurst, den Salaten und den köstlichen Nachspeisen gütlich getan. Viel "Sitzleder" haben wir dieses Jahr allerdings nicht entstehen lassen. Zu verlockend war der Spaziergang im Sonnenschein entlang des Bielersees nach Twann. Zahlreiche Wandergruppen sind uns auf dem Seeweg begegnet, die wohl alle etwa dasselbe Ziel vor sich hatten, nämlich: Treberwurstessen! - Ruth Helfer war für die Durchführung dieses Anlasses besorgt. Herzlichen Dank.

Roland Moor

 

2019-02-20: Besuch bei Chocolats Camille Bloch

"La Chocolaterie à croquer!" Die Chocolats Camille Bloch SA, 1926 gegründet, ist  ein Schweizer Familienunternehmen, dessen Werte wie Authentizität, Innovation und Nachhaltigkeit mit den Kultmarken "Ragusa" und "Torino" von Generation zu Generation weiter-leben. Die Firma bekennt sich zum Produktionsstandort Courtelary, hat dort auch ihren Sitz, und beschäftigt über 200 Personen. Im Besucherzentrum sind wir von Rolf Antenen herzlich begrüsst worden. Der 90-minütige, geführte Rundgang im Besucherzentrum hat uns die Höhepunkte der Unternehmensgeschichte aufgezeigt. Die Produktionsprozesse von "Ragusa" und "Torino" durften wir in Echtzeit miterleben und - zusammen mit zahlreichen interaktiven Tätigkeiten und einer Degustation - haben wir bei Kaffee und Kuchen im Besucherrestaurant den erlebnisreichen, interessanten Besuch abschliessen dürfen. 30 unserer Mitglieder haben dieses Ende Oktober 2017 eröffnete Besucherzentrum begutachtet und nur wenige haben es mit leeren Händen verlassen. Den andern ist der Besuch im Schoggi-Laden zum Verhängnis geworden. - Priska Schori hat für uns diesen Anlass organisiert.

Roland Moor

 

2019-01-24: Besuch im Radiostudio Bern

Im Studio Bern befindet sich die Abteilung Chefredaktion Radio der verschiedenen SRF Kanäle, zu der auch das Radioprogramm von Radio SRF 4 News und SRF Virus gehört. Ebenfalls am Standort Bern ist die Regionalredaktion BE FR VS zu Hause. Claudia Weber, ehemalige "Schweiz aktuell" TV Moderatorin (jetzt SRF 4 News), und Brigitte Mader vom Regionalradio haben uns herzlich empfangen und fachlich kompetent durch die Anlagen dieses Hörfunksenders geführt. Vom Redaktionsbüro, wo die von den Agenturen eingehenden Nachrichten erst gesichtet und auf ihre Relevanz geprüft (Triage) und anschliessend abgefasst werden, vorbei an den Schaltanlagen, wo die Sendeabwicklung technisch gesteuert und überwacht wird, bis hin zu den Sendekabinen, wo Moderatorinnen und Moderatoren gut vorbereitet und mit klarer Stimme die Nachrichten verlesen. 250 Mitarbeitende (davon 150 Journalisten) dieses Redaktionszentrums und Radiostudios sorgen dafür, dass wir täglich über 24 Stunden mit den jüngsten News über Radio, Teletext, Online und letztlich auch TV versorgt werden. Und 39 unserer Club Mitglieder haben fasziniert an dieser Führung teilgenommen und punkt 18:30 Uhr tief beeindruckt das Radiostudio Bern verlassen. Priska Schori hat uns dieses Erlebnis ermöglicht.

Roland Moor

 

2019-01-11: Kunstmuseum Bern, Hodler//Parallelismus

Der 1853 in Bern geborene, und 1918 in Genf verstorbene Ferdinand Hodler gilt heute als der bekannteste Schweizer Maler des 19. Jahrhunderts. Zu Ehren seines 100. Todestages präsentiert das Kunstmuseum Bern in Kooperation mit dem Musées d'arts et d'histoire de Genève eine Sonderausstellung, die sein Schaffen aus einem neuen Blickwinkel zeigt. Die Ausstellung ist weder eine Retrospektive noch eine thematische Schau. Ihr Kern ist die einfache, wirkungsvolle Theorie des Parallelismus. Nach Hodlers Auffassung sind die Bäume, die einen Weg säumen oder Berge, die sich in einem See spiegeln in parallelen Mustern organisiert. Die in der Natur erkannte Ordnung suchte er in seine Werken durch verschiedene Kompositionsprinzipien wie Symmetrie oder Wiederholung hervorzuheben. Diese unverwechselbare Bildsprache hat uns 25 Clubmitglieder Frau Anna M. Schafroth hervorragend und charmant dargebracht. In ihrer aufmerksamen Art hat sie uns bei den ausgewählten Bilder auf verschiedene Details hingewiesen. Wir danken Frau Schafroth für diesen wundervollen Nachmittag.

Heinz Bolt